Rechnungen: Trotz der Hilfen gab es im ersten Halbjahr einen Anstieg um 33,8 Milliarden, davon 9 für Familien und 24,9 für Unternehmen

Aussicht

Obwohl die Draghi-Regierung gestern eine neue 6-Milliarden-Euro-Maßnahme zur Milderung der teuren Rechnungen genehmigt hat, müssen Haushalte und Unternehmen in der ersten Hälfte dieses Jahres noch einen Anstieg von 33,8 Milliarden Euro verkraften. Das CGIA Studienbüro führte die Buchhaltung.

Wie kam es dazu? Im Vergleich zu 2019 hat die CGIA für das erste Halbjahr dieses Jahres einen Anstieg der Kosten für Strom- und Gasrechnungen auf 44,8 Milliarden Euro geschätzt, davon 15,4 für Haushalte und 29,4 für Unternehmen. Wenn wir vom Gesamtbetrag (44,8 Milliarden) die mit dem Haushaltsgesetz 2022 umgesetzten Minderungsmaßnahmen (3,8 Milliarden), die im Dekret zur Bekämpfung der Energiepreiserhöhungen vom 21. Januar eingeführten (1,7 Milliarden) und die gestern genehmigten 5,5 Milliarden rückgängig machen (Letzterer Betrag abzüglich der den Regionen und lokalen Behörden gewährten Beihilfen) bleiben die zu zahlenden Mehrkosten bei 33,8 Milliarden Euro: 8,9 zu Lasten der Familien und 24,9 zu Lasten der Unternehmen.

• In Europa haben sie eine Obergrenze für Erhöhungen festgelegt

Obwohl die Draghi-Regierung in diesem ersten Halbjahr 11 Milliarden Euro ausgezahlt hat, um die Energiepreiserhöhungen an Haushalte und Unternehmen abzufedern, sind die Preiserhöhungen für Rechnungen so erheblich, dass die zu zahlende Bilanz erschreckend hoch bleibt. Aus diesem Grund sollte die Regierung laut dem CGIA-Studienbüro einschneidender vorgehen, wie es viele andere europäische Länder getan haben. Spanien und Frankreich haben zum Beispiel vorübergehend Obergrenzen für die Erhöhung der Rechnungen eingeführt. Polen, Portugal, Griechenland und Estland hingegen haben ebenfalls Rabatte oder den vollständigen Wegfall der Netzentgelte vorgesehen und die Erhöhungen zeitlich verschoben oder dem Staatshaushalt belastet.

• Nord Stream 2 muss grünes Licht geben

In den letzten Monaten haben wir verstanden, dass wir mittelfristig die Energieabhängigkeit aus dem Ausland reduzieren, die Gasproduktion in Italien steigern und den Weg der Investitionen in erneuerbare Energien fortsetzen müssen. Allerdings brauchen Haushalte und Unternehmen Maßnahmen, die die teuren Rechnungen sofort beruhigen; Trotz der für das laufende Jahr bereitgestellten 11 Milliarden scheint der Aufwand noch nicht ausreichend zu sein. Kurzfristig würde vielleicht eine Ankündigung ausreichen, um die Preise für Energieprodukte zu senken. Natürlich ist die Angelegenheit sehr heikel und die geopolitischen Gleichgewichte sind sehr fragil, aber wenn Deutschland eindeutig nach Zustimmung der Vereinigten Staaten der Eröffnung von Nord Stream 2 zustimmen würde, würde diese neue Pipeline es ermöglichen, dass russisches Gas nach Europa gelangt Ostsee unter Umgehung der Ukraine. Eine Entscheidung, die neben sofortigen positiven wirtschaftlichen Auswirkungen wahrscheinlich auch die Spannungen und Kriegswinde zwischen Moskau und Kiew lindern würde.

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