Teurer Diesel: Im vergangenen Jahr kostete jeder Lkw 8.600 Euro Aufpreis

Aussicht

Die erschreckenden Steigerungen der letzten Monate betrafen nicht nur Strom und Gas, sondern auch Dieselkraftstoff. Lag der Diesel an der Zapfsäule vor einem Jahr noch bei 1,35 pro Liter, sind es heute gleich 1,65 Euro (+ 22,3 Prozent). Dadurch sind die Volltankkosten für ein schweres Fahrzeug über 11 Tonnen um 150 € gestiegen. Angesichts der Tatsache, dass ein Lkw durchschnittlich 1 km pro Jahr fährt und etwa 100 Liter pro Kilometer verbraucht, hat ein Spediteur im Vergleich zu vor 3,5 Monaten eine Kostensteigerung von fast 12 Euro pro Fahrzeug erfahren.

Die Berechnungen wurden vom CGIA Studienbüro durchgeführt.

Mit den Erhöhungen im Jahr 2021 kassierte der Fiskus 1 Milliarde mehr

Nach der Wiederaufnahme des Reiseverkehrs und dem Anstieg der Preise an der Zapfsäule für Benzin, Diesel und Flüssiggas für Kraftfahrzeuge hat das CGIA Research Office geschätzt, dass das Finanzministerium im Jahr 2021 höhere Einnahmen von etwa 1 Milliarde Euro erzielt hat. Warum hat der Finanzbeamte von diesen zusätzlichen Einnahmen profitiert? Angesichts des ab Anfang 2021 verzeichneten Anstiegs der Rohölpreise sind die Einnahmen des Staates gestiegen, der eine Mehrwertsteuer von 22 Prozent auf die Besteuerungsgrundlage von Kraftstoffen erhebt. Wenn wir dann noch berücksichtigen, dass diese Steuerbemessungsgrundlage auch Verbrauchsteuern enthält, handelt es sich um ein typisches Beispiel einer Doppelbesteuerung bzw. einer „Steuer auf Steuern“. Aus diesem Grund fordern die Handwerker von Mestre die Regierung auf, diesen "Schatz" in Höhe von 1 Milliarde Euro an die Italiener zurückzugeben, insbesondere an die Transportunternehmen und an diejenigen, die aus beruflichen Gründen täglich ein Fahrzeug benutzen (Taxifahrer, Autovermieter, Handelsvertreter, usw.), beispielsweise durch die Erhöhung der Steuergutschrift für Kraftstoffe, die vierteljährlich an Spediteure gezahlt wird. Tatsächlich ist das Gewicht der Verbrauchsteuern auf den Preis an der Zapfsäule beeindruckend: Bleifreies Benzin macht 41 Prozent aus, Diesel für Kraftfahrzeuge 37,5 Prozent und LPG 18 Prozent.

 

Hier sind die Erhöhungen für jede einzelne Strecke

Unter Hinweis darauf, dass in Italien etwa 70 Prozent der Güter auf der Straße transportiert werden und dass 89 Prozent des Straßengüterverkehrs das Vorrecht des nationalen Transports2 sind, hat im vergangenen Jahr auf den wichtigsten Autobahnabschnitten3 ein Lkw mit einer Kapazität von mehr als 11 Tonnen pro Fahrt durch Venedig gefahren -Turin hat im Vergleich zum Vorjahr eine Kostensteigerung von 69 Euro erfahren. Auf den Strecken Mailand-Rom, Bologna-Neapel und Rom-Trient beträgt der Zuschlag dagegen rund 100 Euro. Auf Reggio Calabria-Rom und Genua-Bari schließlich betragen die Erhöhungen für jedes Fahrzeug 120 bzw. 156 Euro.

Rom, Neapel und Mailand sind die Provinzen mit den meisten Straßentransportunternehmen

Laut den neuesten verfügbaren Statistiken des Datenverarbeitungszentrums (CED) des Ministeriums für nachhaltige Infrastruktur und Mobilität beträgt die Zahl der in Italien präsenten Straßentransportunternehmen 98.5174. Darüber hinaus berichtet der CED, dass in Italien 1.685 Speditionsaktivitäten ausgesetzt sind und 16.877 Unternehmen trotz Registrierung keine Fahrzeuge haben. Letztere sind Aktivitäten, für die der Zentralausschuss seit einiger Zeit Bewertungsverfahren eingeleitet hat. Obwohl die aktuelle Gesetzgebung die Berufsausübung auch mit fremden Fahrzeugen vorsieht, hat eine erste Analyse ergeben, dass es sich in vielen Fällen um Unternehmen handelt, die nicht mehr die Voraussetzungen für eine Eintragung in das Straßenverkehrsregister haben. Abgesehen von diesen Klarstellungen ist die Lombardei auf regionaler Ebene die territoriale Realität mit der höchsten Zahl: 14.131. Gefolgt von Emilia Romagna (10.532), Kampanien (9.436), Venetien (9.171) und Latium (8.937).

Auf Provinzebene verzeichnet jedoch Rom die wichtigste Zahl: 6.199. Gefolgt von Neapel (4.502), Mailand (4.000), Turin (2.962), Palermo (2.494), Bari (2.396), Salerno (2.393), Bologna (2.371) und Brescia (2.163).

Teurer Diesel: Im vergangenen Jahr kostete jeder Lkw 8.600 Euro Aufpreis

| ECONOMICS, Beweise 1 |