Chiavenna. Alles bereit für gemischte Grenzpatrouillen

Aussicht

Arma dei Carabinieri, Schweizer Kantonspolizei und Eidgenössisches Zollamt bereiten sich auf gemischte italienisch-schweizerische Patrouillen über die Grenze vor

Arma dei Carabinieri, die Schweizer Kantonspolizei und das Eidgenössische Zollamt trainieren gemeinsam dank des am 14. Oktober 2013 in Rom unterzeichneten "Abkommens über die polizeiliche und zollamtliche Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Italienischen Republik und dem Schweizerischen Bundesrat", das vorsieht: für die Zusammenarbeit zwischen der italienischen und der schweizerischen Polizei, um mehr Sicherheit für die Bürger zu gewährleisten und den integrierten Kampf gegen kriminelle Phänomene zu fördern, unter besonderer Berücksichtigung der grenznahen Gebiete.

Eine der im Abkommen und in den drei Ausführungsprotokollen vorgesehenen Möglichkeiten betrifft gemischte Patrouillen der italienischen und der schweizerischen Polizei: Es ist die Möglichkeit vorgesehen, Streifendienste bestehend aus zwei Autos und zwei Besatzungen, jeweils einer für jeden Staat, zu planen mit Fahrzeugen und Servicegeräten von einer Seite der Grenze zur anderen; auf der Grundlage des Territoriums, in dem der eine Staat tätig ist, gelten die Rechtsvorschriften und die Staatspolizei wird hauptsächlich operieren, während die „Kollegen“ des anderen Staates als unterstützende Beobachter fungieren. Diese Art der territorialen Kontrolle wird es ermöglichen, eine substanziellere Präventivvorrichtung zu haben - bestehend aus mindestens 4 Agenten und 2 Servicewagen - und effektiver, da sie die Kontrollen in Italien auch von Schweizer Bürgern und in der Schweiz auch von Italienische Staatsbürger. Darüber hinaus kann es durch die Möglichkeit, von einer Seite der Grenze zur anderen zu wechseln, umgehend auf jegliche Aktivierungen reagieren.

Um diese Leistungen erbringen zu können, sieht das bilaterale Abkommen vor, dass das Personal gezielt geschult wird. Zu diesem Zweck organisierten das Provinzkommando der Carabinieri von Sondrio und das Schweizerische CCPD (Polizei- und Zollkooperationszentrum) von Chiasso in Übereinstimmung mit den Anweisungen der jeweiligen Zentralbehörden eine umfangreiche Schulungsaktivität, bei der zum ersten Mal die gemeinsame Beteiligung der Carabinieri aller Grenzprovinzen der Lombardei, nämlich Sondrio, Como und Varese, und der Provinz Bozen, während für die Schweiz Agenten der Kantonspolizei Graubünden, der Kantonspolizei Tessin und des Bundes Zollbehörde (ehemaliger Grenzschutz) für insgesamt 57 für gemischte Patrouillen ausgebildete Agenten.

Gemischte Patrouillen und die damit verbundene Ausbildungsphase sind nichts Neues: Die ersten gemeinsamen Ausbildungsaktivitäten gehen auf das Jahr 2019 zurück, aber für Italien sahen wir zum ersten Mal das gleichzeitige Engagement vieler Provinzkommandos des Heeres und damit vieler Provinzen - vier aus zwei Regionen - wie folgt vertreten: 10 Carabinieri für das Provinzkommando Sondrio, 10 Carabinieri für das Provinzkommando Como, 10 Carabinieri für das Provinzkommando Varese und 2 Carabinieri für das Provinzkommando Bozen für insgesamt 32 Carabinieri ; für die Schweiz nahmen stattdessen 10 Beamte der Kantonspolizei Graubünden, 10 Beamte der Kantonspolizei Tessin und 5 Beamte des Eidgenössischen Zollamtes (ehemals Grenzschutz) teil, ganz zu schweigen von der Beteiligung von Ausbildern der Schweizerischen ZKD und von alle Referenzkommandos, sowohl italienisch als auch schweizerisch, die die rechtlichen Grundlagen der gemischten Patrouille, die italienischen Betriebsabläufe, die schweizerischen, gefolgt von praktischen Tests auf einem großen Gebiet in der Nähe des Sportplatzes von Chiavenna veranschaulichten. Es war das erste Mal, dass so viele Agenten in einer einzigen Sitzung geschult wurden.

Die Veranstaltung wurde vom Schweizer Koordinator der CCPD, Capt. Cerinotti, dem stellvertretenden Kommandeur der Lombardischen Carabinieri-Legion, Oberst Polito, dem Provinzkommandanten der Carabinieri von Sondrio, Ten. Col. Piras, dem Bürgermeister von Chiavenna, eröffnet. DR. Della Bitta, und die letzte Intervention des Präfekten der Provinz Sondrio, Dr. Pasquariello.

In den kommenden Tagen werden eine italienische und eine schweizerische Vertretung die bereits vorbereitete "Absichtserklärung" evaluieren, mit der die zu erbringenden Dienstleistungen detaillierter beschrieben wurden und die in Kürze beginnen könnten, um die Sicherheit und die Prävention von Straftaten in diesem speziellen Zeitraum zu gewährleisten von großen Verschiebungen. Bürger der vier genannten italienischen Provinzen werden daher die Carabinieri bei Patrouillen- und Kontrollaktivitäten von Schweizer Agenten flankiert sehen, ebenso wie in der Schweiz die Schweizer Agenten von italienischen Carabinieri flankiert werden.

Chiavenna. Alles bereit für gemischte Grenzpatrouillen