Mipaaf: Minister Patuanelli trifft den griechischen Minister für ländliche Entwicklung Livanos

Aussicht

Nährwertkennzeichnung, Fischerei und GAP im Zentrum der bilateralen

Minister Stefano Patuanelli hat am vergangenen Freitag den griechischen Minister für ländliche Entwicklung und Ernährung, Spilios Livanos, empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen gemeinsame Maßnahmen auf europäischer Ebene zur Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite und zur neuen GAP.

In Bezug auf die Nutriscore-Frage bekräftigten die beiden Minister ihre Ablehnung aller Nährwertkennzeichnungsmodelle, die durch mangelhafte, falsche oder sogar irreführende Angaben für Verbraucher und ihre Gesundheit sowie diskriminierende Angaben für den Agrar- und Lebensmittelhandel gekennzeichnet sind. Sie betonten auch die Notwendigkeit einer engeren Koordinierung zwischen Italien und Griechenland auf europäischer Ebene, um ein Kennzeichnungssystem auf der Grundlage einer strengen wissenschaftlichen Bewertung zu unterstützen, das die Prinzipien der Mittelmeerdiät stärkt und ausgezeichnete Produkte schützt.

Livanos illustrierte Patuanelli das von einigen griechischen Verbänden, darunter der Handelskammer, erstellte Dokument, das auf eine wirksame Koordinierung und eine intensivere und strukturiertere Zusammenarbeit mit den italienischen Kollegen hofft, um wissenschaftliche Studien und Forschungen zum Thema Ernährung zu fördern, illustriert auf der Frontverpackungsetikettierung. Darüber hinaus äußerte er seine Bereitschaft, evidenzbasierte Alternativen zu untersuchen, die den Verbrauchern genauere und realistischere Informationen liefern. In dieser Hinsicht wurde sein Vorschlag für gemeinsame Treffen der an diesem Thema beteiligten nationalen Experten von Minister Patuanelli gut aufgenommen.

Minister Patuanelli wiederholte gegenüber seinem griechischen Amtskollegen: „Die Regierung ist sich der Risiken bewusst, die die Einführung von Nutriscore für unsere Lebensmittelversorgungskette mit sich bringen kann, und setzt sich an jedem Ort dafür ein, eine klare Überarbeitung der Methodik, auf der das Nutriscore-System basiert, zu erreichen. , hin zu einem vollständigen und objektiven System, wie es von Italien vorgeschlagen wurde: die NutrInform-Batterie ".

Die Minister erörterten auch die Frage der Zusammenarbeit der EU mit Drittländern im Fischereisektor und bekräftigten ihre gemeinsamen Standpunkte und die Notwendigkeit, die Rechte und Interessen der griechischen und italienischen Fischer sowie die Vitalität der Fischbestände gemäß den Bestimmungen der Gemeinsame Fischereipolitik.

Minister Livanos äußerte seine Besorgnis über systematische illegale, nicht gemeldete und unregulierte (IUU) Fangpraktiken von Schiffen unter türkischer Flagge in griechischen Hoheitsgewässern, die die Lebensfähigkeit der Fischbestände und die gemeinsamen Ziele der gemeinsamen Fischereipolitik untergraben. Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass Fischereifahrzeuge aus Drittstaaten die für EU-Fischereifahrzeuge geltenden Vorschriften, Normen und Beschränkungen nicht einhalten. Darüber hinaus widersprechen solche Praktiken den Grundsätzen der gutnachbarlichen Beziehungen, die für die Beziehungen der EU zu anderen Ländern von grundlegender Bedeutung sind. Minister Patuanelli stellte fest, dass Italien mit ähnlichen Problemen mit Drittländern konfrontiert ist, und die beiden Minister bestätigten daher erneut, dass dies ein europäisches Problem und eine Angelegenheit von gemeinsamem Interesse der EU ist, was erfordert, dass europäisches Handeln und spezifische Maßnahmen Teil der Europäischen Kommission in Bezug auf Artikel sind 25, 26, 27 und 33 der Verordnung 1005/2008, um die Gemeinsame Fischereipolitik wirksam umzusetzen.

Im Hinblick auf die neue EU-Agrarpolitik haben sich Italien und Griechenland verpflichtet, nationale strategische Pläne zur Umsetzung der auf europäischer Ebene getroffenen Entscheidungen zu erstellen. Die Minister tauschten auch Informationen über den Stand der Entwicklung der Pläne sowie über die Schwierigkeiten und Chancen aus, mit denen Agrar- und Ernährungsunternehmen konfrontiert sind. Für Patuanelli und Livanos ist es notwendig, die Reduzierung der Umweltbelastung durch die Landwirtschaft zu gewährleisten und die Rolle des Ökosystemsschutzes von Landwirten, Förstern und Züchtern zu unterstützen.

Minister Patuanelli betonte dann, dass „die GAP, der Green New Deal, die EU Next Generation und die von der EU bereitgestellten Instrumente systemische Maßnahmen schaffen müssen, um den Schutz der biologischen Vielfalt und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung zum Nutzen von Unternehmen und Verbrauchern zu integrieren“.

In diesem Zusammenhang verwies Minister Livanos insbesondere auf die Zusage Griechenlands, bis 2030 auf 30 % der Hoheitsgewässer Schutzgebiete für die Fischerei und 10 % als Gebiet ohne Fischerei zu schaffen, um die Fischbestände vor Überfischung zu schützen.

Schließlich vereinbarten die Minister Patuanelli und Livanos, eng zusammenzuarbeiten, um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu stärken und den Agrar- und Ernährungssektor in den Mittelpunkt der bilateralen Zusammenarbeit zu stellen.

Mipaaf: Minister Patuanelli trifft den griechischen Minister für ländliche Entwicklung Livanos